Geschmiedetes MF1 Magnesiumrad in Gold

mbDESIGN · Forged Wheels Germany

Forged
Magnesium
Wheels.

KBA-Zulassung 2018.

Entwickelt von mbDESIGN. Geschmiedet aus AZ80. 2018 in Deutschland homologiert (KBA), seitdem im kontinuierlichen Straßenbetrieb.

7,15 kg Radgewicht 8.0J × 19″
580 kg Tragfähigkeit
2018 KBA-Zulassung
AZ80 Schmiedelegierung
Geprägter Forged-Magnesium-Schriftzug an der Speiche eines mbDESIGN Magnesiumrads

Werkstoff

AZ80.
Die Schmiedelegierung.

Magnesium ist das leichteste Konstruktionsmetall im Radbau. mbDESIGN fertigt geschmiedete Magnesiumräder (Magnesium-Schmiedefelgen) aus AZ80 – einer Knetlegierung mit rund acht Prozent Aluminium, die sich gezielt aushärten lässt und dabei schmiedbar bleibt.

Das Technische Reglement der Formel 1 schreibt für Räder Magnesium der Klassen AZ70 oder AZ80 vor. Dieselbe Legierungsklasse arbeitet im straßenzugelassenen mbDESIGN Programm.

Dichte AZ80 1,80 g/cm³
Dichte AL 6061-T6 2,70 g/cm³

Gewicht

Ab 6,2 Kilogramm.

Am fertigen Rad liegt die Gewichtsreduktion gegenüber vergleichbaren Aluminium-Schmiederädern bei 20 bis 30 Prozent – konstruktiv abgesichert, nicht aus der Dichte gerechnet. Steifigkeitskritische Querschnitte werden beim Magnesiumrad bewusst stärker ausgelegt.

Radgewicht ist ungefederte, rotierende Masse. Sie wirkt zweifach: auf die Radführung und auf die Drehbeschleunigung. Weniger Radgewicht verbessert das Ansprechen von Federung und Lenkung.

8.0J × 19″ 7,15 kg · Tragfähigkeit 580 kg
7.5J × 18″ 6,20 kg · Radlast 620 kg

Festigkeit

Geschmiedet,
nicht gegossen.

Schmieden verdichtet das Gefüge unter hohem Druck: porenfrei, feinkörnig, gerichtet. Gegenüber gegossenem Magnesium verdoppelt sich die Zugfestigkeit annähernd, Dehnung und Dauerfestigkeit steigen deutlich. Gussporen als Ausgangspunkt von Ermüdungsrissen entfallen.

AZ80 gegossen Zugfestigkeit ca. 168 MPa
AZ80 geschmiedet 345–380 MPa
Geschmiedete Radrohlinge nach der Umformung
Geschmiedete Radrohlinge nach der Umformung

Fertigung

Schmieden. Zerspanen. Beschichten.

Schmieden

Umformung

Der AZ80-Rohling wird unter hohem Druck umgeformt. Das Gefüge folgt der Radgeometrie, Poren werden geschlossen.

CNC

Zerspanung

Endkontur, Anbindungsmaße und Gewichtsoptimierung entstehen spanend.

Schutz

Oberflächensystem

Der Oberflächenaufbau des Programms ist seit 2018 im Straßenbetrieb dokumentiert.

Entwicklung, Konstruktion und Prüfung: mbDESIGN, Gelnhausen. Forging im qualifizierten Fremdfertigungsbetrieb.

Gesenkschmiedepresse für Magnesium-Radrohlinge, Gesamtansicht

Gesenkschmieden · Umformung des AZ80-Rohlings

Werkstoffvergleich

Magnesium und
Aluminium.

Magnesium ersetzt Aluminium nicht. Es ist die Option, wenn Radgewicht das Auslegungsziel ist.

EigenschaftMagnesium AZ80Aluminium AL 6061-T6
Dichte 1,80 g/cm³ 2,70 g/cm³
Gewicht am fertigen Rad 20–30 % geringer Referenz
Zugfestigkeit, geschmiedet 345–380 MPa 330–365 MPa
Spezifische Steifigkeit nahezu gleich nahezu gleich
Wärmeleitfähigkeit ca. 77 W/mK ca. 167 W/mK – Aluminium leitet besser
Einsatzprofil gewichtskritische Anwendungen universell

Für beide Werkstoffe gelten bei mbDESIGN dieselben Konstruktions- und Prüfstandards.

Zulassung

Geprüft wie jedes Rad.
Zugelassen für die Straße.

Straßenzugelassene Räder durchlaufen unabhängig vom Werkstoff dieselben Prüfverfahren – darunter Biegeumlaufprüfung, Abrollprüfung und Schlagprüfung. Das geschmiedete mbDESIGN Magnesiumrad hat diese Prüfungen bestanden und wurde 2018 vom Kraftfahrt-Bundesamt für den Straßenverkehr zugelassen. Eine befristete Zulassungsdauer gibt es nicht.

Massives Magnesium entzündet sich erst bei Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt von rund 650 °C. Dieser Bereich wird am Rad im Fahrbetrieb nicht erreicht. Brandschutz ist ein Thema der Zerspanung – für Späne und Stäube in der Fertigung, nicht für das Bauteil.

Programm

Im Straßenbetrieb seit 2018.

2018 hat das Kraftfahrt-Bundesamt das geschmiedete mbDESIGN Magnesiumrad für den Straßenverkehr genehmigt. Seitdem ist es durchgehend im Einsatz.

2018

Entwicklung und Straßenzulassung

Entwicklung, Erprobung und deutsche Straßenzulassung (KBA) des geschmiedeten mbDESIGN Magnesiumrads. Im Programm etabliert: die Raddesigns MF1 und MF2.

2018 –

Kontinuierlicher Straßenbetrieb

Korrosionsverhalten, Beschichtungshaltbarkeit und Dauerfestigkeit werden unter realen Straßenbedingungen dokumentiert.

Heute

Teil des Engineering-Portfolios

Geschmiedetes Magnesium ist Teil des mbDESIGN Engineering-Portfolios: Entwicklungsprogramme von Konzept über Prototypen bis zur Vorserie – und wo gefordert bis in die Serie.

Einsatzfelder

Einsatzfelder.

Elektrofahrzeuge

Geringeres Radgewicht wirkt bei Elektrofahrzeugen direkt auf Reichweite, Abrollkomfort und Fahrdynamik.

Motorsport

Gewichtsreduktion bei hohen Steifigkeitsanforderungen. Geschmiedete Magnesiumräder kommen zum Einsatz, wo rotierende Masse ein Performance-Faktor ist.

Kleinserie

Kleinserien- und Sonderfahrzeuge mit Gewichtszielen jenseits von Aluminiumrädern – konstruiert und veredelt auf Manufaktur-Niveau.

Serieneinsatz des Werkstoffs

Geschmiedete Magnesiumräder werden in Serienfahrzeugen eingesetzt: Der Porsche 918 Spyder mit Weissach-Paket, der 911 GT2 RS und GT3 RS mit Weissach-Paket oder der Lamborghini Huracán STO fahren sie ab Werk oder als Werksoption. Im Motorsport ist der Werkstoff seit Jahrzehnten etabliert – vom Porsche 917 bis zur heutigen Formel 1, deren Reglement geschmiedetes Magnesium für Räder vorschreibt.

FAQ

Fakten.

Sind Magnesiumfelgen in Deutschland erlaubt?

Ja. mbDESIGN hat 2018 die Zulassung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) für ein geschmiedetes Magnesiumrad erhalten. Die Räder sind seitdem im Straßenverkehr im Einsatz.

Wie viel wiegt ein geschmiedetes Magnesiumrad?

Das Radgewicht hängt von Dimension und Einpresstiefe ab. Im mbDESIGN Programm wiegt ein Rad in 8.0J × 19″ 7,15 kg bei 580 kg Tragfähigkeit; in 7.5J × 18″ sind es 6,2 kg bei 620 kg Radlast.

Können Magnesiumfelgen brennen?

Massive Magnesiumräder entzünden sich erst bei Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt von rund 650 °C – im Fahrbetrieb wird dieser Bereich nicht erreicht. Brandgefahr besteht bei Spänen und Stäuben in der Fertigung, nicht am fertigen Rad.

Was unterscheidet geschmiedete von gegossenen Magnesiumfelgen?

Schmieden erzeugt ein porenfreies, feinkörniges Gefüge. Die Zugfestigkeit von AZ80 steigt dadurch von rund 168 MPa (gegossen) auf 345 bis 380 MPa – bei deutlich höherer Dehnung und Dauerfestigkeit.

Wie viel leichter sind Magnesiumfelgen als Aluminiumfelgen?

Am fertigen Rad 20 bis 30 Prozent. Der reine Dichtevorteil des Werkstoffs liegt bei einem Drittel, wird aber teilweise für steifigkeitsgerechte Querschnitte eingesetzt.

Wie steht es um Korrosion?

Magnesium erfordert einen wirksamen Oberflächenschutz. Der Schutzaufbau des mbDESIGN Programms ist seit 2018 im realen Straßenbetrieb dokumentiert.

Felge oder Rad – was ist richtig?

Die Felge ist im technischen Sinn nur der äußere Ring, der den Reifen trägt. Das vollständige Bauteil aus Felge, Radscheibe und Nabenanbindung ist das Rad. Im Sprachgebrauch steht „Felge" meist für das ganze Rad – mbDESIGN verwendet den technisch korrekten Begriff.

Wer betreibt das Magnesium-Programm?

Das Programm betreibt die mbDESIGN GmbH & Co. KG, ein deutscher Räderhersteller mit Sitz in Gelnhausen, zertifiziert nach ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015.

mbDESIGN

Eine deutsche Rädermanufaktur.

Die mbDESIGN GmbH & Co. KG entwickelt und fertigt Schmiederäder in Gelnhausen – für Premium-OEMs, die Reifenindustrie und Kleinserienhersteller. Das Magnesium-Programm ist Teil von drei Jahrzehnten Schmiede- und Zerspanungskompetenz.

mb-design.de
Qualität ISO 9001:2015
Umwelt ISO 14001:2015
Homologation KBA / TÜV
Standort Deutschland

Kontakt

Technische Anfragen.

Fragen zum Magnesium-Programm beantwortet das mbDESIGN Engineering-Team.

Zum Kontaktformular

info@mb-design.de +49 6051 91500