mbDESIGN · Forged Wheels Germany
KBA-Zulassung 2018.
Entwickelt von mbDESIGN. Geschmiedet aus AZ80. 2018 in Deutschland homologiert (KBA), seitdem im kontinuierlichen Straßenbetrieb.
Werkstoff
Magnesium ist das leichteste Konstruktionsmetall im Radbau. mbDESIGN fertigt geschmiedete Magnesiumräder (Magnesium-Schmiedefelgen) aus AZ80 – einer Knetlegierung mit rund acht Prozent Aluminium, die sich gezielt aushärten lässt und dabei schmiedbar bleibt.
Das Technische Reglement der Formel 1 schreibt für Räder Magnesium der Klassen AZ70 oder AZ80 vor. Dieselbe Legierungsklasse arbeitet im straßenzugelassenen mbDESIGN Programm.
Gewicht
Am fertigen Rad liegt die Gewichtsreduktion gegenüber vergleichbaren Aluminium-Schmiederädern bei 20 bis 30 Prozent – konstruktiv abgesichert, nicht aus der Dichte gerechnet. Steifigkeitskritische Querschnitte werden beim Magnesiumrad bewusst stärker ausgelegt.
Radgewicht ist ungefederte, rotierende Masse. Sie wirkt zweifach: auf die Radführung und auf die Drehbeschleunigung. Weniger Radgewicht verbessert das Ansprechen von Federung und Lenkung.
Festigkeit
Schmieden verdichtet das Gefüge unter hohem Druck: porenfrei, feinkörnig, gerichtet. Gegenüber gegossenem Magnesium verdoppelt sich die Zugfestigkeit annähernd, Dehnung und Dauerfestigkeit steigen deutlich. Gussporen als Ausgangspunkt von Ermüdungsrissen entfallen.
Fertigung
Der AZ80-Rohling wird unter hohem Druck umgeformt. Das Gefüge folgt der Radgeometrie, Poren werden geschlossen.
Endkontur, Anbindungsmaße und Gewichtsoptimierung entstehen spanend.
Der Oberflächenaufbau des Programms ist seit 2018 im Straßenbetrieb dokumentiert.
Entwicklung, Konstruktion und Prüfung: mbDESIGN, Gelnhausen. Forging im qualifizierten Fremdfertigungsbetrieb.
Gesenkschmieden · Umformung des AZ80-Rohlings
Werkstoffvergleich
Magnesium ersetzt Aluminium nicht. Es ist die Option, wenn Radgewicht das Auslegungsziel ist.
| Eigenschaft | Magnesium AZ80 | Aluminium AL 6061-T6 |
|---|---|---|
| Dichte | 1,80 g/cm³ | 2,70 g/cm³ |
| Gewicht am fertigen Rad | 20–30 % geringer | Referenz |
| Zugfestigkeit, geschmiedet | 345–380 MPa | 330–365 MPa |
| Spezifische Steifigkeit | nahezu gleich | nahezu gleich |
| Wärmeleitfähigkeit | ca. 77 W/mK | ca. 167 W/mK – Aluminium leitet besser |
| Einsatzprofil | gewichtskritische Anwendungen | universell |
Für beide Werkstoffe gelten bei mbDESIGN dieselben Konstruktions- und Prüfstandards.
Zulassung
Straßenzugelassene Räder durchlaufen unabhängig vom Werkstoff dieselben Prüfverfahren – darunter Biegeumlaufprüfung, Abrollprüfung und Schlagprüfung. Das geschmiedete mbDESIGN Magnesiumrad hat diese Prüfungen bestanden und wurde 2018 vom Kraftfahrt-Bundesamt für den Straßenverkehr zugelassen. Eine befristete Zulassungsdauer gibt es nicht.
Massives Magnesium entzündet sich erst bei Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt von rund 650 °C. Dieser Bereich wird am Rad im Fahrbetrieb nicht erreicht. Brandschutz ist ein Thema der Zerspanung – für Späne und Stäube in der Fertigung, nicht für das Bauteil.
Programm
2018 hat das Kraftfahrt-Bundesamt das geschmiedete mbDESIGN Magnesiumrad für den Straßenverkehr genehmigt. Seitdem ist es durchgehend im Einsatz.
Entwicklung, Erprobung und deutsche Straßenzulassung (KBA) des geschmiedeten mbDESIGN Magnesiumrads. Im Programm etabliert: die Raddesigns MF1 und MF2.
Korrosionsverhalten, Beschichtungshaltbarkeit und Dauerfestigkeit werden unter realen Straßenbedingungen dokumentiert.
Geschmiedetes Magnesium ist Teil des mbDESIGN Engineering-Portfolios: Entwicklungsprogramme von Konzept über Prototypen bis zur Vorserie – und wo gefordert bis in die Serie.
Einsatzfelder
Geringeres Radgewicht wirkt bei Elektrofahrzeugen direkt auf Reichweite, Abrollkomfort und Fahrdynamik.
Gewichtsreduktion bei hohen Steifigkeitsanforderungen. Geschmiedete Magnesiumräder kommen zum Einsatz, wo rotierende Masse ein Performance-Faktor ist.
Kleinserien- und Sonderfahrzeuge mit Gewichtszielen jenseits von Aluminiumrädern – konstruiert und veredelt auf Manufaktur-Niveau.
Geschmiedete Magnesiumräder werden in Serienfahrzeugen eingesetzt: Der Porsche 918 Spyder mit Weissach-Paket, der 911 GT2 RS und GT3 RS mit Weissach-Paket oder der Lamborghini Huracán STO fahren sie ab Werk oder als Werksoption. Im Motorsport ist der Werkstoff seit Jahrzehnten etabliert – vom Porsche 917 bis zur heutigen Formel 1, deren Reglement geschmiedetes Magnesium für Räder vorschreibt.
Galerie
FAQ
Ja. mbDESIGN hat 2018 die Zulassung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) für ein geschmiedetes Magnesiumrad erhalten. Die Räder sind seitdem im Straßenverkehr im Einsatz.
Das Radgewicht hängt von Dimension und Einpresstiefe ab. Im mbDESIGN Programm wiegt ein Rad in 8.0J × 19″ 7,15 kg bei 580 kg Tragfähigkeit; in 7.5J × 18″ sind es 6,2 kg bei 620 kg Radlast.
Massive Magnesiumräder entzünden sich erst bei Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt von rund 650 °C – im Fahrbetrieb wird dieser Bereich nicht erreicht. Brandgefahr besteht bei Spänen und Stäuben in der Fertigung, nicht am fertigen Rad.
Schmieden erzeugt ein porenfreies, feinkörniges Gefüge. Die Zugfestigkeit von AZ80 steigt dadurch von rund 168 MPa (gegossen) auf 345 bis 380 MPa – bei deutlich höherer Dehnung und Dauerfestigkeit.
Am fertigen Rad 20 bis 30 Prozent. Der reine Dichtevorteil des Werkstoffs liegt bei einem Drittel, wird aber teilweise für steifigkeitsgerechte Querschnitte eingesetzt.
Magnesium erfordert einen wirksamen Oberflächenschutz. Der Schutzaufbau des mbDESIGN Programms ist seit 2018 im realen Straßenbetrieb dokumentiert.
Die Felge ist im technischen Sinn nur der äußere Ring, der den Reifen trägt. Das vollständige Bauteil aus Felge, Radscheibe und Nabenanbindung ist das Rad. Im Sprachgebrauch steht „Felge" meist für das ganze Rad – mbDESIGN verwendet den technisch korrekten Begriff.
Das Programm betreibt die mbDESIGN GmbH & Co. KG, ein deutscher Räderhersteller mit Sitz in Gelnhausen, zertifiziert nach ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015.
mbDESIGN
Die mbDESIGN GmbH & Co. KG entwickelt und fertigt Schmiederäder in Gelnhausen – für Premium-OEMs, die Reifenindustrie und Kleinserienhersteller. Das Magnesium-Programm ist Teil von drei Jahrzehnten Schmiede- und Zerspanungskompetenz.
mb-design.deKontakt
Fragen zum Magnesium-Programm beantwortet das mbDESIGN Engineering-Team.
Zum Kontaktformularinfo@mb-design.de +49 6051 91500